Von der Pista Pico de la Nieve zur Ermita Virgen del Pino
Überblick Wanderung
7h
Schwer
13,0 km
↑ 494 m ↓ 1609 m
Ich selbst habe diese Wanderung immer dann gemacht, wenn ich die Möglichkeit hatte, mit jemandem gemeinsam zum Roque de los Muchachos hochzufahren. So konnte ich mein eigenes Auto vorher bequem in El Paso abstellen und die Tour anschließend entspannt bergab laufen.
Mit etwas Glück erlebt man unterwegs ein besonderes Highlight: einen fantastischen Blick auf den sogenannten Wolkenwasserfall, wenn die Wolken über die Bergkämme ziehen.
Eine wirklich tolle und landschaftlich abwechslungsreiche Tour, die ich gerne empfehle. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Wer beim längeren Bergabgehen Probleme mit den Knien hat, sollte sich besser für eine andere Route entscheiden, da der lange Abstieg durchaus belastend sein kann.
Einblick in die Wanderung:
Diese große Streckenwanderung beginnt am Ende der Pista Pico de la Nieve und erreicht schon nach kurzer Zeit den östlichen Hauptkamm der Caldera de Taburiente. Über den PR LP 3 steigt der Pfad zunächst durch duftenden Kiefernwald an. An der Degollada del Barranco de la Madera öffnet sich unvermittelt der Blick über die steilen Innenwände und tiefen Schluchten des Nationalparks. Bei klarer Sicht erscheinen am Horizont auch La Gomera und Teneriffa.
Nun folgt die Route dem rot-weiß markierten GR 131 nach Süden. Sie überschreitet den Pico de la Veta und nähert sich dem Pico de la Sabina. Unterwegs liegt die archäologische Fundstätte Erita de los Guanches mit Felsgravuren der Benahoaritas, der Ureinwohner La Palmas. Diese stille Kulturstätte gibt der Hochgebirgslandschaft eine zusätzliche historische Dimension und sollte besonders respektvoll besucht werden.
Hinter dem Pico de la Sabina wechselt der schmale Bergpfad mehrfach zwischen Ost- und Westseite der Kammlinie. Schwarze, rote und gelbliche Gesteinsschichten, vulkanische Dykes und stark erodierte Formationen begleiten die Route. Nach der exponierten Degollada del Río führt ein kräftiger Gegenanstieg zur Punta de los Roques auf 2.085 Meter. In der Nähe liegt die einfache Schutzhütte Refugio Punta de los Roques; das Panorama umfasst Caldera, Cumbrecita, Pico Bejenado, Cumbre Nueva und die Vulkane der Cumbre Vieja.
Über Pico de Corralejo und Pico Ovejas setzt sich das ständige Auf und Ab fort, bevor der lange Abstieg durch lichten Kiefernwald beginnt. Am Reventón-Pass verlässt die Tour den Höhenweg und folgt dem PR LP 1 auf einem alten, teils grob gepflasterten Serpentinenweg. Ziel ist die Ermita Virgen del Pino neben einer mächtigen, viele Jahrhunderte alten Kanarenkiefer. Insgesamt stehen 13 Kilometer, 494 Meter Aufstieg und rund 1.609 Meter Abstieg an.
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sehr gute Kondition sind für die steilen und teils ausgesetzten Passagen erforderlich. Die Streckentour verlangt außerdem eine klare Logistik: Empfehlenswert ist, das Fahrzeug an der Ermita abzustellen und per Taxi zum Start zu fahren. Wind, Sonne und Kälte können sich am Kamm rasch abwechseln; ausreichend Wasser, Verpflegung und Schutzkleidung sind Pflicht. Den exakten Verlauf, die vollständige Tourenbeschreibung, aktuelle Hinweise, das Höhenprofil und die GPS-Daten finden Sie bei unserem Partner Sunhikes.
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