Caldera-Höhenweg vom Pico de la Nieve zum Roque de los Muchachos
Überblick Wanderung
8h 30min
Schwer
20,5 km
↑ 1240 m ↓ 1238 m
Einblick in die Wanderung:
Diese lange Höhenwanderung folgt der Ruta de Crestería vom Pico de la Nieve bis zum Roque de los Muchachos und zurück. Vom Parkplatz an der Pista del Pico de la Nieve steigt der PR LP 3 zunächst durch Kiefernwald zur Kammhöhe auf. Ein kurzer Abstecher erreicht den 2.239 Meter hohen Pico de la Nieve. Schon hier reichen die Blicke über die Schluchten der Caldera, zur Cumbre Vieja und bei klarer Luft bis Teneriffa.
Auf dem rot-weiß markierten GR-131 beginnt das ständige Auf und Ab des Calderarands. Der Weg umrundet den Pico del Cedro und steigt zum 2.321 Meter hohen Pico de Piedrallana. Im Frühjahr blühen La-Palma-Veilchen, Drüsenginster und verschiedene Natternkopfarten in der Hochgebirgszone. Bunte Pyroklasten- und Aschefelder begleiten den weiteren Weg über felsige Kuppen und an Fuente Juan Diego vorbei zum Pico de la Cruz auf 2.351 Metern.
Hinter den Abzweigen der PR LP 7 und 8 zieht der Pfad in Richtung Mirador de los Andenes. Tajogaite, Pico Bejenado, Cumbre Vieja und die tiefen Schluchten liegen dabei immer wieder gleichzeitig im Blick. Vom Aussichtspunkt führt eine rot-violette Lapillifläche zum inneren Calderarand und zur Pared de Roberto. Die V-förmige Öffnung in der senkrechten Basaltwand gehört zu den markantesten Wegpunkten der gesamten Kammroute.
Anschließend verläuft der GR-131 über grobes Vulkangestein, vorbei an gezackten Basaltwänden und den Teleskopen des Observatoriums. Nach Pico de Fuente Nueva folgt der letzte Anstieg durch Ginster zum 2.426 Meter hohen Roque de los Muchachos. Der Rückweg nutzt dieselbe Linie. Vor Pico de la Nieve existiert eine schmale Abkürzung zum Parkplatz, die steil und rutschig sein kann und nur bei sicheren Verhältnissen erwogen werden sollte.
Die 20,5 Kilometer mit rund 1.240 Höhenmetern sind ein vollständiger, langer Hochgebirgstag. Wind, intensive Sonne, Kälte und Wolken können sich auf dem offenen Kamm rasch abwechseln. Es gibt kaum Schatten und nur wenige sinnvolle Rückzugsmöglichkeiten. Die Zusatzrunde zum Espigón del Roque ist nur bei ausreichender Zeitreserve ratsam. Start vor Sonnenaufgang, warme Schichten, Sonnen- und Windschutz sowie viel Wasser sind entscheidend. Straßenzufahrt, Gipfelwetter und mögliche Sperrungen müssen unmittelbar vorher über Sunhikes und offizielle Stellen geprüft werden.
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