Vom Llano de las Moscas auf den Pico Nambroque
Überblick Wanderung
3h 30min
Mittel
9,0 km
↑ 454 m ↓ 450 m
Einblick in die Wanderung:
Die Tour beginnt am unbewirtschafteten Refugio de las Moscas auf der von Baumheide und Zistrosen geprägten Hochebene Llano de las Moscas. Zunächst folgt der SL-LP 125 einer Piste durch lichten Kanarischen Kiefernwald. Zwischen den Bäumen erscheint immer wieder der rote Kegel der Montaña Calero. Mit zunehmender Höhe reichen die Blicke über die Ostküste bis nach Santa Cruz de La Palma.
Der Weg wird allmählich schmaler und steiler. Große Felsblöcke liegen unter den markanten Klippen des Nambroque, bevor eine kleine Natursteintreppe durch einen Basaltwall führt. Danach quert der Pfad eine Erosionsrinne und einen fast vegetationslosen Hang aus braun-schwarzem Lapilli. Der Übergang vom schützenden Wald in die offene Vulkanlandschaft gehört zu den eindrucksvollsten Momenten der Wanderung.
Am GR-131 erreicht die Route den Höhenrücken der Ruta de los Volcanes. Der dunkle Explosionskrater Hoyo Negro zeigt freigelegte Schichten in zahlreichen Braun- und Schwarztönen; dahinter erscheinen Duraznero und die Gipfel des Deseada. Auf dem Weg zum Gipfel liegen kleinere Krater, eine tiefe Entgasungsöffnung und eine Felsspalte zum Hauptkrater. Die helleren Phonolith-Dome unterscheiden den Pico Nambroque deutlich von den überwiegend aus Schlacke aufgebauten Nachbarvulkanen.
Der felsige Gipfel eröffnet ein weites Panorama über Cumbre Vieja, Caldera de Taburiente, Aridanetal und beide Inselseiten. Bei klarer Luft kann zwischen den Kiefern sogar der Teide sichtbar werden. Der Rückweg folgt weitgehend derselben Route und zeigt die Kraterlandschaft aus neuer Perspektive. Lose Lapilli und der steile Gipfelpfad können besonders bergab rutschig sein, weshalb Trittsicherheit wichtig ist.
Die neun Kilometer und rund 450 Höhenmeter passen gut in einen halben Wandertag, die abgelegene Anfahrt erfordert jedoch Planung. Für die Pista de Cabrito bis zum Refugio wird laut Sunhikes ein geländegängiges Fahrzeug benötigt; alternativ lässt sich weiter unten an einer Wegkreuzung starten und der Zustieg zu Fuß verlängern. Wetter, Wind und Waldbrandlage sollten vorab geprüft sowie Wasser, Proviant, Sonnen- und Windschutz mitgenommen werden. Den exakten Verlauf, die vollständige Tourenbeschreibung, aktuelle Hinweise, das Höhenprofil und die GPS-Daten finden Sie bei unserem Partner Sunhikes.
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