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Volcan de Tajogaite
Aussichtspunkte - Wanderungen
Volcan de Tajogaite - Einzigartige Vulkanlandschaft und jüngste Erdgeschichte auf La Palma
El Paso, La Palma
Vulkan de Tajogaite – der jüngste Vulkan Spaniens auf La Palma
Planen Sie Ihren Urlaub auf La Palma und möchten einen Ort entdecken, der die jüngste Geschichte der Insel wie kaum ein anderer sichtbar macht? Dann gehört der Volcán de Tajogaite zu den eindrucksvollsten Ausflugszielen der Insel. Der neue Vulkan entstand beim Ausbruch im Jahr 2021 und hat die Landschaft der Westseite von La Palma nachhaltig verändert. Heute ist Tajogaite ein Ort, an dem sich Natur, Geologie und Zeitgeschichte auf außergewöhnliche Weise verbinden.
Lage und Zugang: Der Volcán de Tajogaite liegt auf dem Westhang der Vulkankette Cumbre Vieja im Gemeindegebiet von El Paso, in der Zone Cabeza de Vaca / Montaña Rajada. Diese Region gehört zu den aktivsten vulkanischen Zonen der Kanarischen Inseln. Der Vulkan ist von verschiedenen Punkten der Westseite aus sichtbar, insbesondere aus Richtung Tajuya, entlang der Küste oder von höher gelegenen Bereichen der Cumbre Vieja.
Namensherkunft und Bedeutung: Der Name „Tajogaite“ stammt aus der Sprache der Benahoaritas, der Ureinwohner von La Palma, und bedeutet etwa „gespaltener Berg“. Diese Bezeichnung beschreibt treffend die Entstehung des Vulkans entlang einer Eruptionsspalte. Der Name war bereits vor dem Ausbruch mit der Landschaft rund um Montaña Rajada verbunden und ist historisch überliefert.
Struktur und Aufbau des Vulkans: Beim Tajogaite handelt es sich um einen strombolianischen Vulkan mit Spalteneruption. Charakteristisch sind Lavafontänen, Ascheemissionen und Gasfreisetzungen. Der neu entstandene Vulkan erreicht eine Höhe von etwa 1.120 bis 1.122 Metern über dem Meeresspiegel, während der eigentliche Vulkankegel rund 200 Meter hoch ist. Entlang der Eruptionslinie entstanden etwa sechs Krater, die sich sichtbar in einer Reihe anordnen.
Der Ausbruch 2021 – Verlauf eines historischen Ereignisses: Bereits vor der Eruption wurden rund 25.000 kleinere Erdbeben registriert, die auf aufsteigendes Magma hinwiesen. Am 19. September 2021 um etwa 15:13 Uhr begann schließlich der Ausbruch in Cabeza de Vaca. In den folgenden Wochen wechselte der Vulkan mehrfach zwischen ruhigen Lavaflüssen und explosiven Phasen mit Asche und Gasen. Der Kegel veränderte sich dabei ständig durch Einstürze und neue Krateröffnungen. Die eruptive Aktivität endete am 13. Dezember 2021 nach 85 Tagen und 8 Stunden und ist damit der längste dokumentierte Vulkanausbruch auf La Palma. Das offizielle Ende wurde am 25. Dezember 2021 bestätigt.
Auswirkungen auf Landschaft und Infrastruktur: Mehr als 200 Millionen Kubikmeter Lava bedeckten eine Fläche von über 1.200 Hektar. Besonders betroffen waren die Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane und Tazacorte. Insgesamt wurden rund 2.700 bis knapp 3.000 Gebäude zerstört und etwa 73,8 Kilometer Straßen verschüttet. Die Lava erreichte zudem die Küste und bildete neue Lavadeltas, sogenannte Fajanas, die die Insel dauerhaft verändert haben.
Panoramablick auf die neue Vulkanlandschaft: Der Blick auf den Volcán de Tajogaite gehört heute zu den eindrucksvollsten Perspektiven auf La Palma. Die Landschaft zeigt einen außergewöhnlichen Kontrast aus schwarzer Lava, grünen Bananenplantagen und dem tiefblauen Atlantik. Die Lavafelder ziehen sich deutlich sichtbar vom Vulkan bis zur Küste und machen den Verlauf der Eruption nachvollziehbar.
Ein Ort zwischen Zerstörung und Neubeginn: Der Volcán de Tajogaite ist nicht nur ein geologisches Phänomen, sondern auch ein Symbol für die jüngste Geschichte der Insel. Ganze Ortschaften wie Todoque verschwanden unter Lava. Gleichzeitig beginnt die Natur bereits, sich langsam zurückzuerobern. Erste Pflanzen siedeln sich an und markieren den Beginn eines neuen ökologischen Zyklus.
Bedeutung für La Palma: Tajogaite gilt als der jüngste Vulkan Spaniens und ist heute ein zentraler Ort für wissenschaftliche Forschung und Geotourismus. Kaum ein anderer Ort auf den Kanaren zeigt so eindrucksvoll, wie sich eine Insel innerhalb weniger Wochen vollständig verändern kann.
Beste Aussicht auf den Tajogaite Vulkan
Die besten und zugleich einfachsten Blicke auf den Volcán de Tajogaite auf La Palma haben Sie in El Paso, genauer gesagt im Ortsteil Tajuya. Direkt an der Kirche, die während des Vulkanausbruchs 2021 zu einem der bekanntesten Aussichtspunkte der Insel wurde, eröffnet sich ein freier und eindrucksvoller Blick auf den Vulkan und die umliegenden Lavafelder. Dieser Punkt liegt unmittelbar an der Straße und ist ohne Aufwand erreichbar – ideal für einen ersten Überblick über die neue Landschaft.
Noch intensiver erleben Sie den Tajogaite in der Zone entlang der alten Straße von El Paso nach Las Manchas. Hier befinden Sie sich deutlich näher am Geschehen und können die Dimensionen der Lavafelder sowie die Struktur des Vulkankegels besonders eindrucksvoll nachvollziehen. In dieser Region liegen auch die Ferienhäuser der Anlage
Villa Cerca Verde, die einen direkten Bezug zur jüngsten Geschichte der Insel bieten und sich ideal als Ausgangspunkt für Erkundungen eignen.
Vor allem in den Abendstunden entsteht hier ein außergewöhnliches Farbspiel: Schwarze Lava, grüne Vegetation und der Atlantik im Hintergrund sorgen für einen der eindrucksvollsten Ausblicke auf La Palma. Der Tajogaite zeigt sich an diesen Orten nicht nur als Naturphänomen, sondern als lebendiger Teil der Landschaft, der sich stetig weiter verändert.
Fazit: Der Volcán de Tajogaite ist eines der bedeutendsten Ausflugsziele auf La Palma und ein Ort von außergewöhnlicher geologischer und historischer Bedeutung. Er verbindet spektakuläre Landschaft mit realer Zeitgeschichte und macht die Kräfte der Natur unmittelbar erlebbar. Wer La Palma nicht nur sehen, sondern wirklich verstehen möchte, sollte diesen jungen Vulkan unbedingt in seine Reiseplanung aufnehmen.
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